Varanasi

"Kashi"-die Stadt des Lichts ; Benares (Sanskrit), wie Varanasi früher genannt wurde, ist das Pilgerzentrum Indiens.  Die heiligste Stadt des Hinduismus am Ganges gelegen, hat für einen Hindu die gleiche Bedeutung wie Mekka für einen Muslimen und Jerusalem für einen Christen. Sie gilt als eine der ältesten, durchgehend bewohnten Städte der Welt. Varanasi bietet dem staunenden Reisenden alle verrückten, zauberhaften und ungewohnten Facetten Indiens. Die verwinkelte und verwirrende Altstadt, vollgestopft mit Pilgern, Touristen, Läden, Kühen und Affen, Kuhfladen und Abfall, Leichenzügen und Bettler, Musikschulen und Tempelen, ist allein schon ein Besuch wert, der verwirrt und fasziniert. Das Kernstück von Varanasi bildet aber die ca. 5km lange Uferpromenade entlang des heiligsten aller Flüsse in Indien, "Mother Ganga" (Mutter Ganges). Der einzige, lebendige Gott des hinduistischen Götterimperiums. Hiier an den Ghats (Treppenpromenade am Ufer) erlebt man hautnah warum dieser Ort so verrückt und interessant ist. Spirituelle Zeromonien, in der Masse und im Familienverbund, Verbrennungstätten der Toten, Wäsche die gewaschen wird, Sadhus (die heiligen Männer), Leute die baden und sich reinigen, Wasserbüffel, hunderte von Booten die Pilger an das Ufer bringen, Wahrsager und Masseure,  Händler und Bettler. Es ist eine Stadt der Kontraste: Leben und Tod, Chaos und Ordnung, Schönheit und Elend. Die leuchtenden Farben, die starken Gerüche und das Läuten der Gebetsglocken machen aus dieser Stadt eine besondere Erfahrung und Erlebnis, die nicht so schnell vergessen werden.